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Spaß gegen Stress

März 10, 2007

Spaß gegen Stress

Was ist Stress und was verursacht Stress? Diese Fragen beschäftigen nicht nur einen Großteil der psychologischen Forschung, sondern auch viele der Menschen, die zu mir in die Praxis kommen. Die Wissenschaft ist sich darüber noch recht uneinig. Denn was der eine Mensch als Stress empfindet, vom anderen als anregend empfunden. Es gibt also offenbar keinen objektivierbaren Stress.
Meine Definition von Stress ist: „das subjektive Empfinden von anhaltender Unfreiwilligkeit“. Dies erklärt, warum Schumi stundenlang Autorennen fährt und danach noch fröhlich lacht, während Charlotte aus meinem Fallbeispiel von SCOUT Nr. 10 („Das Trauma hinter dem Trauma – angstfrei nach vierzig Jahren“) bereits Herzrasen und Schnappatmung bekam, wenn sie nur ans Autofahren dachte.
So wird Ihnen auch klar, warum Ihr Gatte seit drei Wochen für Ihren Nachbarn den halben Dachboden renoviert, während Sie seit einem Jahr schon betteln, dass er mal Ihr Wohnzimmer tapeziert. Denken Sie nach: Das, was für Sie purer Stress ist, ist für jemand anders womöglich eine Herausforderung und das, womit Sie Stunden verbringen können, wäre für jemanden, der das Selbe tun müsste eine Qual. Das Empfinden von Unfreiwilligkeit wird deswegen unangenehm empfunden, weil wir hierfür ganz bestimmte Areale, vorwiegend in der linken Gehirnhälfte, benutzen (etwa die Insula oder auch das Wernicke Zentrum, u.a.) und diese permanent und absichtlich ansteuern können. Hierdurch kann dort eine Überwärmung und eine Sauerstoffschuld entstehen. Dies beides ist potentiell für das Gehirn tödlich und erzeugt einen „Abschaltimpuls“ im Gestalt eines Überforderungsgefühls („ich kann nicht mehr, ich brauche Pause/muss erst mal eine Rauchen/ muss aufs Klo“). Wenn wir dieselbe Aufgabe nicht mit dem Empfinden von Zwang, sondern mit dem Empfinden von Sinn (gemeint ist ein emotionaler Sinn für sich selbst, also Spaß, Lust, Erfolgserlebnis, Komfortzuwachs und dergl.) angehen, dann bringen wir damit nicht unser eigenes Gehirn in Gefahr.
Wie verhindert man also Stress? Ganz einfach: Indem Sie zunächst einmal feststellen, dass Sie eine schlechtere Alternative zu Ihren Pflichten haben, diese also nicht erledigen müssen, sondern wollen. Erkennen Sie also den persönlichen Vorteil, den Sie haben, wenn Sie Ihre Arbeiten erledigen.
Wenn Sie also merken: Ich muss nicht am Fließband arbeiten, um meine Familie zu ernähren, sondern ich will, damit meine Familie bei mir bleibt, dann empfinden Sie das nicht mehr länger als Stress – vorausgesetzt, Sie mögen Ihre Familie. Glauben Sie nicht? Ausprobieren!

Die Pille als Beziehungskiller?

Oktober 14, 2006

Liebe Leute, jetzt wird’s ernst! Vor einiger Zeit bin ich von einem Bekannten darauf aufmerksam gemacht worden, dass die hormonelle Verhütungspille einen derartigen Einfluss auf den empfindlichen Hormonhaushalt, und damit auf die Persönlichkeit der Frau haben kann, dass bestehende Partnerbeziehungen gnadenlos und ohne nachvollziehbare Ursachen in die Brüche gehen können (und wenn dann die Zeitqualität im Eimer ist, erst recht!).
Hintergrund: Die Pille simuliert im Körper eine Schwangerschaft. Und was bedeutet dies entwicklungsgeschichtlich für die Frau? Es bedeutet: „Fass mich nicht an, denn ich habe bereits empfangen“. Die gesamte Körperchemie der Frau stellt sich nach Einnahme der Pille um, so dass sie ihren Partner (in den Sie vor Pillenbeginn total verliebt war) womöglich plötzlich „nicht mehr riechen“, bzw. anfassen mag. Schließlich „weiß“ ihr Körper, dass Sie „von einem Anderen“ schwanger ist und somit der Genpool des Partners „abgemeldet“ ist. Umgekehrt verhält es sich übrigens genauso: Setzt eine Frau die Pille ab, kann es sein, dass ihr „Beuteschema“ plötzlich nach ganz anderen Männern, als dem eigenen Partner Ausschau hält.
So erklärt sich, warum Frauen wieder mit ihrem Exmann zusammen kommen wollen (nur weil Sie zu Beginn der neuen Partnerschaft die Pille wieder zu nehmen beginnen, oder dass eben Partner völlig irrational abgelehnt werden, weil „die Chemie einfach nicht mehr stimmt“.
Deswegen sollte eine Frau sich gut überlegen, ob und wann sie die Pille nimmt, denn „so mittendrin“ kann übel ausgehen. Wahrscheinlich kommt es auch noch auf die „Feinabstimmung“ an: Ist es die passende Pille oder nicht, wie hoch ist die Hormondosis und wie sensitiv ist die Frau überhaupt?
Ich sag’s ja immer: Wer Mutter Natur ins Handwerk pfuscht, sollte vorher über die Konsequenzen nachdenken.

Ist Trotz eine Krankheit?

Juli 6, 2006

Trotz – lieber zugrunde gehen, als Erwartungen erfüllen.
Wenn ein Mensch entgegen aller Ratschläge immer wieder
zwanghaft sich selbst schadet (etwa mit Rauchen, zu
schnell fahren, zu spät kommen), ist das dann im
psychiatrischen Sinne eine noch nicht klassifizierte
Krankheit? Ich meine, ja.
Allerdings möchte ich ergänzen, dass meiner Ansicht
nach die Psyche gar nicht “krank“ im eigentlichen Sinne
werden kann. Denn sonst würde sie ja allein durch
kurative Maßnahmen (viel Schlafen und sich gesund
ernähren) wieder gesund werden. Ich glaube, unsere
psychischen Symptome siond allesamt intelligente
Schutzmechanismen, die uns vor unserer Kardinalsangst,
der Angst vor Handlungsunfähigkeit, schützen.
Was meinen Sie?
Andreas Winter

Werbeverbot für Zigaretten geplant

Juni 30, 2006

Werbeverbot von Zigaretten:

Der Bundestag hat ein weitreichendes Tabakwerbeverbot auf den Weg gebracht. Künftig soll Werbung für Tabakerzeugnisse in der Presse und im Internet sowie das Sponsoring der Tabakindustrie etwa bei Formel-1-Rennen nicht mehr möglich sein.
Damit ist meiner Ansicht nach ein wichtiger Schritt getan in Richtung rauchfreie Zukunft, denn nur durch die Werbung (im weitesten Sinne) erfährt die Zigarette ihre Wirkung. Wüsste ein Mensch nicht, wie er sich beim Einatmen des Qualmes fühlen sollte, würde er beim Rauchen genau das selbe verspüren, das ein Pferd, ein Affe, ein Kind und ein Nichtraucher verspürt: Nämlich nix, außer einem leichten Schwindelgefühl bei Überdosierung.
Weitere Informationen finden Sie auf meiner Seite www.sofortrauchfrei.de
Erst wenn Zigaretten aus dem Bewusstsein der Menschen verschwinden, werden sie eines Tages, wieder das sein, was sie sind: Eine Papierhülle mit einer getrockneten Pflanze deren Wirkung niemand will und auch niemand spürt.
Andreas Winter