Angst vor Fremden

Juli 1, 2006

Einfach erschießen, bevor es beißt

Erst wollte ich diesen Blog mit einer tiefenpsychologischen Betrachtungsweise des (großartigen) WM-Phänomens in Bezug auf „Respekt vor dem Anderen“ beginnen, doch es gibt etwas, dass noch deutlicher zeigt, wie weit wir Menschen noch davon entfernt sind, Andere zu respektieren: Das traurige Schicksal des Bären JJ1 („Bruno“). Dieses Tier ist erschossen worden, ohne dass es hierfür einen juristischen Rechtfertigungsgrund gab. Nicht nur, dass Bruno keinem Menschen etwas zuleide getan hat – nein, er hat sogar versucht, sich von uns fern zu halten. Zugegeben: Der Bär hat Schafe gerissen. Im juristischen Sinne ist dies Sachbeschädigung. Umweltminister Werner Schnappauf verteidigt seine Abschussfreigabe mit den Worten: „Aber hätte die Politik warten sollen, bis jemand zu Tode kommt?“ Ich kann kaum ausdrücken, wie fassungslos ich über solche politische Feigheit bin. Dieser Bär ist harmloser als jeder Betrunkene Autofahrer – werden diese in Bayern demnächst auch erschossen bevor jemand zu Tode kommt? Wenn Sie meine Verachtung für die Abschussfreigabe genauer nachvollziehen möchten, lesen Sie bitte folgenden Artikel aus der Netzeitung http://www.netzeitung.de/vermischtes/413915.html.
Jenfalls denke ich, wir Menschen erschaffen die meisten unserer Übel erst aus Angst vor ihnen.
Diskutieren Sie mit mir hier in diesem Online-Tagebuch.
Andreas Winter

Eine Antwort zu “Angst vor Fremden”

  1. E.H.Menhart Sagt:

    Jenfalls denke ich, wir Menschen erschaffen die meisten unserer Übel erst aus Angst vor ihnen.
    Leider ist es so!
    Liebe Grüsse E.H.Menhart


Eine Antwort schreiben